|
Gründe gegen den Ausbau des FMO |
- Unterstützen Sie unsere Kampagne -
Hier: Brief an Finanzminister Steinbrück mit Anschrift
Aufhebung des Steuerprivilegs für innerdeutsche Flüge liefert Milliardenbetrag
Hohe Treibstoffpreise: BI schlägt Minister Peer steinbrück Finanzquelle vor:
In einer Zeit, in der Autofahrer, Spediteure, Busunternehmen unter
hohen Kraftstoffpreisen leiden und sogar umweltfreundliche Busse und
Bahnen Ökosteuer zahlen müsssen, fällt eine Subvention
besonders auf: die Befreiung des Flugverkehrs von Kerosin von
Mineralöl- und Ökosteuer.
Die Bürgerinitiative gegen den Ausbau des FMO nahm dies jetzt
zum Anlaß, Bundesfinanzminister Hans Eichel in einem Brief die
steuerliche Gleichstellung des innerdeutschen Flugverkehrs mit dem
Kraftfahrzeugverkehr vorzuschlagen.
Hajo Leuschner, erster Vorsitzender der BI: ãEs geht hier um einen Betrag von weit über einer halben Milliarde DM. Auto- und Bahnfahrer werden voll zur Kasse gebeten, der Flugverkehr genießt dagegen Steuerfreiheit. Dabei ist gerade der innerdeutsche Flugverkehr besonders umweltschädlich: Mit dem Treibstoff eines einzigen innerdeutschen 500 km - Kurzstreckenfluges könnte die gleiche Anzahl Passagiere in modernen VW-Autos von Hamburg bis nach Zentralafrika fahren.
Der innerdeutscher Flugverkehr macht rund 40 Prozent aller Starts aus und belastet viele Menschen durch Fluglärm und Schadstoffe."
Die BI weist Minister Eichel darauf hin, dass die spezifische Klimabelastung durch den innerdeutsche Flüge mehr als 10 mal höher ist als bei den steuerpflichtigen Bahnen und Bussen. Die Steuerbefreiung innerdeutscher Flüge stellt eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten von Bussen und Bahnen dar, die den internationalen Verpflichtungen Deutschlands zum Klimaschutz zuwiderlaufe.
Mit der Aufhebung des Steuerprivilegs für innerdeutsche Flüge könne die Bundesregierung zeigen, dass sie ihr Ziel, Kurzstreckenflüge auf die Schiene zu verlagern, ernst nimmt. Niemand könne begreifen, wenn die Bahn steuerlich belastet, der Kurzstreckenflugverkehr dagegen subventioniert werde.
Von großem Vorteil sei es, dass die steuerliche Gleichstellung des innerdeutschen Flugverkehrs keine rechtlichen Probleme berge. Sowohl die USA als auch Japan besteuern bereits den Treibstoffverbrauch im nationalen gewerblichen Flugverkehr. Auch der Erhebungsaufwand sei gering. Leuschner: ãDie Beendigung dieses Steuerprivilegs hat nur Vorteile: Abbau von Wettbewerbsverzerrungen, mehr Akzeptanz für die Ökosteuer, mehr Umweltschutz und Mehreinnahmen für den Staatshaushalt. Eine gute Finanzbasis, um politisch über eine Entlastung von Bahnen, Kraftfahrern und Binnenschiffern zu entscheiden."